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Die SP 9 lehnt die geplante ZSC-Eishockeyarena in Altstetten ab

An der Mitgliederversammlung der SP 9 vom 6. Juni 2016 sprach sich eine knappe Mehrheit der anwesenden Mitglieder gegen den geplanten Bau der ZSC Eishockey Arena in Zürich-Altstetten aus. Die Finanzierung und Betriebsstruktur, der gewählte Standort sowie der Fakt, dass Zürich mit dem Hallenstadion bereits über ein Eishockeystadion verfügt, waren dabei die ausschlaggebenden Gründe für die Nein-Parole zur Volksabstimmung vom 25. September dieses Jahres.

An der Mitgliederversammlung vom Montag, 6. Juni 2015 der SP 9 präsentierte SP-Stadtrat und Hochbauvorsteher André Odermatt die Vorlage zum geplanten Bau der ZSC Eishockeyarena in Zürich-Altstetten. Nach diversen Anträgen innerhalb der verschiedenen Fraktionen im Gemeinderat, wird die Vorlage am 15. Juni im Gemeinderat verabschiedet und es darf mit einer Zustimmung gerechnet werden. Bei der SP 9, welche den betroffenen Kreis 9 vertritt, stösst diese aber auf Ablehnung. Die anwesenden Mitglieder beanstandeten, dass mit dem Bau der Eishockeyarena am Standort „Unteren Isleren“ mehr als ein Drittel der anwesenden Familiengärten und damit auch wertvoller Grünraum zerstört würde. Bereits im Jahr 2009 hatte die SP 9 die Petition der Familiengärten gegen den Bau der Eishockeyarena unterstützt und bis heute hat sich die Meinung der Kreispartei nicht geändert. Der Stadtrat argumentiert zwar, dass den betroffenen Familiengärten eine Alternative im Areal Dunkelhölzli angeboten würde. Da dies aber auch schon bei der Aufhebung von Familiengärten im Zollfreilagerareal gemacht wurde, befürchten viele SP 9 Mitglieder eine Überlastung des ruhigen Wonquartiers in Altstetten.

Des Weiteren sparten die anwesenden Mitglieder auch nicht mit Kritik an der geplanten Betriebsstruktur. „Das vorliegende Konstrukt und die entsprechenden Verträge mit langen Laufzeiten sind für die Stadt Zürich mit Risiken verbunden, die Verträge in Form eines „Public-Private-Partnership“ mit sich bringen. Weiter mangelt es seitens ZSC an der Bereitschaft in Sachen Transparenz der Politik entgegen zu kommen“, meint Christine Seidler, langjährige SP 9 Gemeinderätin, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission im Gemeinderat und Gegnerin der geplanten Arena. Das Risiko, welches die Stadt mit dem CHF 165 Mio. Kredit auf sich nehme ist, in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage hoch und kann mit den ausgehandelten Vertragszusätzen bezüglich aussergewöhnlicher Heimfall, beispielsweise beim Verkauf des Clubs an einen ausländischen Investor nur leicht abgedämpft werden.

Die auf eine Laufzeit von 35 Jahren angedachten jährlich wiederkehrenden Betriebsbeiträge von CHF 2 Mio. seien zwar deutlich tiefer als noch beim Fussballstadion, doch in finanziell unsicheren Zeiten eine Belastung für den angespannten Finanzhaushalt der Stadt. Umso mehr, als dass auf die Stadt Zürich unter der vom Kanton geforderten Prämisse der Verdichtung (Aufnahme von zusätzlich 80‘000 BewohnerInnen bis 2035) wichtige und kostenintensive Aufgaben zur Bereitstellung von Infrastruktur (Mobilität, öffentlicher Verkehr, Schulhäuser, Gesundheitsbauten, Ver- und Entsorgung, Verwaltung) zukommen.

Zuletzt darf festgehalten werden, dass die Stadt Zürich mit dem Hallenstadion in Oerlikon über ein modernes Eishockeystadion verfügt. Die SP 9 versteht zwar, dass die Spielbelastung des ZSC sowie die Eventdichte im Hallenstadion zugenommen hat, erachtetet es aber trotzdem als falschen Weg deswegen ein neues Stadion zu bauen. „Der ZSC leistet eine tolle Nachwuchsarbeit und strahlt als Traditionsverein über die Schweiz hinaus. Dennoch hat die Stadt vor 13 Jahren über CHF 30 Mio. in die Rennovation des Hallenstadions gesteckt und dem Stimmbürger und der Stimmbürgerin wurde implizit versprochen, dass das Stadion in erster Linie dem ZSC dient. Nur weil die Betreiber sich nicht auf eine geeignete Betriebsstruktur einigen können, muss der Steuerzahler und die Steuerzahlerin nun nicht nochmals Millionen in die Hand nehmen um ein zweites Stadion zu bauen“, meint Lucas Tschan, Co-Präsident der SP 9.

Die Parolenfassung erfolgte äusserst knapp und zeigt auf, dass die anwesenden SP 9 Mitglieder durchaus die Beweggründe des Stadtrats verstehen. Die Aufgabe vom ohnehin schon schrumpfenden Grünraum und die Befürchtung von deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen im Raum Altstetten waren aber schlussendlich ausschlaggebend für die Nein-Parole zur städtischen Volksabstimmung vom 25. September 2016.

 

Für weitere Auskünfte

  • Lucas Tschan, Co-Präsident SP Zürich 9, Tel: 079 654 93 08
  • Christine Seidler, Gemeinderätin SP Zürich 9, Tel: 079 344 60 79

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